LEIBINGER Nummerierwerks-Neuheiten überzeugen auf der drupa

15.06.2016

Der LEIBINGER Messestand auf der drupa 2016.

Über Magnete und eine Sensorleiste werden die Ziffernräder des Nummerierwerks LENservo auf Bewegung und Richtigkeit überprüft.

Doppelte Kontrolle verhindert Ausschuss im Sicherheitsdruck

 

Einen großen Zuspruch der Messebesucher hat der deutsche Nummerierwerks- und Markierungsspezialist Paul LEIBINGER auf der diesjährigen drupa erhalten. Die Fachbesucher der Druckindustrie zeigten großes Interesse an dem elektronisch gesteuerten Nummeriersystem LENservo mit neuer, doppelter Überwachungsfunktion sowie an der Variante für den Pass-Druck. Daneben präsentierte LEIBINGER auf der Weltleitmesse für Print und Crossmedia Solutions seine Kamera- und Kennzeichnungssysteme.

Das süddeutsche Unternehmen Paul LEIBINGER hat für sein elektronisch gesteuertes Nummerierwerk LENservo ein weltweit einzigartiges Feature entwickelt: Durch eine zusätzliche Überwachung über Magnete und eine Sensorleiste werden die Ziffernräder auf Bewegung und Richtigkeit kontrolliert. Außerdem werden die Servo-Motoren des LENservo weiterhin über einen Encoder überwacht.

Durch diese doppelte Überwachung haben Druckereien beim Maschinenstart und während der Produktion eine höchst effektive Positionsüberwachung an der Hand. Der Nummerierzylinder der Druckmaschine schaltet sich bereits aus, bevor überhaupt falsche Nummern gedruckt werden. Gerade beim Banknoten- und Sicherheitsdruck, wo Ausschuss überhaupt erst gar nicht entstehen darf, ist die neueste Entwicklung aus dem Hause LEIBINGER ein echter Quantensprung. Daneben überzeugt das LENservo mit seiner großen Flexibilität: Während man bei mechanischen Nummerierwerken an Vorwärts- oder Rückwärtszählen gebunden ist, sind die Nummeriersequenzen beim LENservo völlig frei programmierbar.

Auch die Variante LENservoP für die Nummerierung von Pass-Dokumenten und zur Einzelbanknotennummerierung hat Paul LEIBINGER auf der drupa erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Das Nummerierwerk hat 10, statt 7, motorbetriebene Ziffern- bzw. Buchstabenräder und ist so konstruiert, dass es für den Einbau in Passmaschinen hervorragend geeignet ist. Auf Anfrage ist das LENservoP sogar mit 11 Rädern erhältlich. Zudem sind alle Einzelteile im LENservoP auf die speziellen Anforderungen beim Pass-Druck ausgelegt: Bei der oft eingesetzten Heißprägung müssen die Ziffernräder, Motoren und Schmierfette Temperaturen über 100 °C standhalten. Bei einem nachgestellten Passdruckverfahren am Messestand konnten sich die Besucher direkt von den Funktionen des LENservoP überzeugen.

Für das Familienunternehmen aus Tuttlingen, Baden-Württemberg, hat die drupa Tradition. Seinen ersten Messeauftritt auf der drupa hatte LEIBINGER bereits 1954. Damals wurden noch ausschließlich LEIBINGER Nummerierwerke präsentiert. In den 90ern kamen Kamera-Verifikationssysteme und industrielle Inkjet-Drucker zum Produktportfolio hinzu. In diesem Jahr kamen über 79 % der Messeanfragen von Firmen aus dem Ausland. Eine sehr hohe Zahl, die zeigt, wie wichtig die Neuheiten der LEIBINGER-Entwicklungsabteilung aus Deutschland im internationalen Kontext stehen.

Im Bereich Verifikation hat die Paul Leibinger GmbH & Co. KG auf der drupa sein selbst entwickeltes Kamerasystem LKS 5 vorgestellt. Das Bildverarbeitungssystem ist eine zuverlässige Lösung zur Druckkontrolle und -überwachung von fixen sowie variablen Daten, wie z. B. Ziffern, Buchstaben, Barcodes oder 2-D-Codes ebenso wie zur Anwesenheits- und Logokontrolle. Die hochauflösenden Kameras führen die Kontrollen während der laufenden Produktion durch, dekodieren die Information und gleichen sie über eine Datenbank auf Richtigkeit ab. Zum Einsatz kommt das LKS 5 u. a. in der grafischen, pharmazeutischen und allgemeinen Industrie, bei der Mailingproduktion oder bei der Produktion von sicherheitsrelevanten Produkten.

 Messebesucher konnten das Verifikationssystem vor Ort bei einer Live-Vorführung kennenlernen. Außerdem präsentierte LEIBINGER das LKS 5 in einem rotierenden System und stellte damit möglichst praxisnah den Ablauf in einer automatisierten Produktion nach. Beispielhaft wurden auf dem Umroller die Nummernsequenzen von Banknoten sowie Codes auf Packungsbeilagen überprüft.

 Das Kamerasystem LKS 5 kann als Stand-Alone-Lösung oder auch in Kombination mit einem LEIBINGER Continuous-Inkjet-Drucker eingesetzt werden, die ebenfalls auf der drupa ausgestellt wurden. Die LEIBINGER Inkjet-Drucker JET3up und JET2neo kennzeichnen alle denkbaren Produkte und Materialien wie z.B. Karton und Papier berührungslos mit fixen und variablen Daten wie Codes, LOT-/Chargennummern oder Mindesthaltbarkeitsdaten. Der Markierungsprozess findet während der laufenden Produktion statt. Unterschiedliche Produktoberflächen, egal ob konvex, konkav, rau, glatt, flach oder reliefförmig, können damit beschriftet werden. LEIBINGER Inkjet-Drucker stehen für höchste Zuverlässigkeit, dank des automatischen Düsenverschlusses „Sealtronic“. Die Technik verhindert ein Eintrocknen der Tinte auch bei langen Stillstandszeiten. In Produktionspausen bilden das Fängerrohr und die Düse einen luftdichten Kreislauf. So sind die Drucker selbst nach langen Stillstandszeiten innerhalb einer Minute einsatzbereit – und das ohne Spülzyklen.